|
Die meisten Menschen unterscheiden offenbar nicht zwischen
Wetter und Klima. Die Wetterforschung befasst sich mit der Entstehung,
Verlagerung und der Vorhersage einzelner Wetterelemente. Etwa die Bestimmung
eines Tiefdruckgebietes oder eines Hurrikans, während die Klimaforschung an
der Gesamtheit von Tiefs und Hurrikane interessiert ist.
Die (WMO)
Weltorganisation für Meteorologie definiert das Klima als die Statistik des
Wetters über einen Zeitraum der lang genug ist, um diese statistischen
Eigenschaften auch bestimmen zu können. Das Wetter indessen, beschreibt den
physikalischen Zustand der Atmosphäre zu einem bestimmen Zeitpunkt an einem
bestimmten Ort.
Was ist Wetter?
Ehe wir uns dem eigentlichen Thema zuwenden, müssen wir uns mit den
Fachausdrücken der Meteorologie vertraut machen und die Bedeutung von
Temperatur, Luftdruck, relativer Feuchtigkeit und Wind kennen lernen. Das
Zusammenwirken dieser Faktoren in der Atmosphäre ergibt das Wettergeschehen.
Die Temperatur der Atmosphäre: Die von der Sonne abgegebene Energie
ist die solare Strahlung. Bei ihrem Weg zur Erdoberfläche werden Teile der
Strahlen von der Atmosphäre absorbiert, diffus verstreut oder von Teilchen
in der Luft (Staub, Wasserdampf und Wolken) in den Raum zurückgeworfen.
Weniger als die Hälfte der einfallenden Strahlen erreichen schließlich die
Erdoberfläche, und nur ein Siebentel wird von der Luft absorbiert, und zwar
hauptsächlich in großen Höhen. Wodurch wird nun die Atmosphäre geheizt? Die
Hauptwärmemenge erhält sie indirekt von der Sonne, nämlich durch Berührung
mit der erwärmten Erdoberfläche. Nach ihrer Aufheizung strahlt die
Atmosphäre Wärme wieder zur Erde zurück und in den Raum ab. Im Ganzen
gesehen, herrscht auf der Erde ein Gleichgewicht zwischen der von der Sonne
eingestrahlten und an den Raum wieder abgegebenen Energie. An jedem Orte
gibt es jedoch Zeiten, in denen die Einstrahlung und solche, in denen die
Ausstrahlung überwiegt. Bei Tag ist die Energiezufuhr höher und das Land
erwärmt sich, bei Nacht wird die Wärme wieder abgegeben und die Temperatur
sinkt. Auch die Jahreszeiten spielen eine Rolle. Im Winter z. B. steht die
Sonne tief, und die schräg einfallenden Strahlen besitzen wegen ihres
längeren Weges durch die Atmosphäre weniger Kraft, deshalb sind die
Polargebiete, in denen die Sonne nie hoch steht, immer kalt. Auch der
Bewölkungsgrad wirkt sich aus. In einer sternklaren Nacht sind die
Temperaturen wegen des großen Strahlungsverlustes gewöhnlich niedrig. Eine
geschlossene Wolkendecke hält dagegen einen Teil der Wärme zurück, was den
nächtlichen Temperatursturz mindert. Aus Erfahrung wissen wir, dass bei
Bergwanderungen die Temperatur mit der Höhe abnimmt. Der Grund hierfür ist
der niedriger werdende Luftdruck und die sich daraus ergebende geringere
Dichte. Hinzukommt, dass der Staub- und Feuchtigkeitsgehalt der Luft stark
sinken. Die Strahlen der Sonne und die von der Erde zurückgestrahlte Wärme
durchdringen diese reine Luft viel besser, von ihr wird dann weit weniger
Wärme absorbiert. Der Gegensatz zwischen Land und Meer hat den. größten
Einfluss auf die Temperaturverteilung. Die Temperatur einer Substanz hängt
von ihrer Zusammensetzung und von der Energie ab, die sie erhalten hat.
Wasser bedarf einer größeren Energiezufuhr, um dieselbe Temperatur zu
erreichen wie die meisten Gesteine. (Das tiefe Eindringen der Sonnenstrahlen
in das Wasser im Gegensatz zum Land, wirkt hierbei auch mit.) Als Folge
davon erwärmen sich bzw. kühlen sich Meere und Seen samt der darüber
liegenden Luft viel langsamer ab als das sie umgebende Land. Daher ist
ozeanische Luft im Sommer kühler und im Winter wärmer als kontinentale Luft
gleicher Breite. Durch den hohen Sonnenstand erhalten Orte zwischen 330 Nord
und 33° Süd im Jahr etwas mehr Energie als sie verlieren. In höheren Breiten
sind die Verhältnisse umgekehrt. Hierin sehen wir die Hauptursache für das
Entstehen der Windgürtel.
Luftdruck und Winde. Der von uns im allgemeinen nicht wahrgenommene
Luftdruck ist eine der bedeutungsvollsten Eigenschaften der Atmosphäre. In
Meereshöhe sind die Moleküle der Luft infolge des Gewichtes der auf ihr
liegenden Luftmasse eng zusammengedrückt, mit steigender Höhe nimmt der
Druck ab, die Zahl der Moleküle wird geringer und ihr Abstand voneinander
größer. Die Luft hat also ein Gewicht, das einen Druck ausübt. Er wird in
Millibar gemessen (1°°° mb = I at) oder durch die Höhe einer dem Luftdruck
entsprechenden Quecksilbersäule angegeben. Druckunterschiede der Atmosphäre
verursachen die Winde auf der Erde.
Weiterlesen klick !
Die Luftfeuchtigkeit & Temperatur
|