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Große Vulkaneruptionen wurden schon immer Wetter- und
Klimaanomalien in Verbindung gebracht. Besonders starke Vulkaneruptionen
führen zu einem Anstieg des Schwefelsäureaerosols in der unteren
Stratosphäre um eine bis zwei Größenordnungen. In den letzten beiden Jahrzehnten
der 20 Jahrhunderts scheint die vulkanische Aktivität zunehmend stärker
geworden zu sein und entsprechend mehr vulkanische Gase sind der Atmosphäre
zugeführt worden. Da die Aerosoltröpfchen sehr klein sind und in der
Stratosphäre praktisch nur Gravitationskräfte zum Ausfällen führen,
während Ausregnen und Auswaschen, die in der Troposphäre die effektivsten
Reinigungsprozesse darstellen, fehlen, klingen vulkanische Störungen nur
langsam ab. Die Aerosolmasse reduziert sich mit einer Halbwertzeit von etwa
einem Jahr und deshalb kann man von etwa zwei Jahren deutlicher
Klimabeeinflussung nach einem entsprechend starkem Ausbruch ausgehen. Im
Hinblick auf eine langfristige Klimabeeinflussung spielen also die Vulkane
daher wegen Ihrer vergleichsweise kurzfristigen Wirkung auf unser Klima eher
eine untergeordnete Rolle. Vulkanische Großeruptionen, bei denen einige Millionen
Tonnen von Schwefeldioxid und/oder Schwefelwasserstoff in die Stratosphäre
gelangen, sind also in der Lage das Klima in einem Zeitraum von 1-2 Jahren deutlich zu beeinflussen. |
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